
Single European Sky (SES)
Die Single European Sky Initiative der Europäischen Kommission sieht eine Vereinheitlichung des europäischen Luftraums vor. Die Sektorisierung d.h. Gliederung der Lufträume orientiert sich nach wie vor an nationalen Grenzen, der Himmel über Europa ist „zersplittert“. Ziel von SES ist es daher, einen gemeinsamen europäischen Luftraum unabhängig von Staatsgrenzen zu schaffen, der sich ausschließlich an betrieblichen Erfordernissen orientiert und so zu einem sicheren, effizienten und wirtschaftlichen Ablauf des Flugverkehrs beiträgt. Kernstück ist dabei die Bildung von fünf bis zehn grenzübergreifenden Luftraumblöcken („Functional Airspace Blocks“). Der Flugverkehr über Europa soll dadurch deutlich effizienter und umweltschonender werden.
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Functional Airspace Block Central Europe (FAB CE)
Austro Control ist hier federführend an der Bildung eines Zentraleuropäischen Luftraumblockes beteiligt (FAB CE - Functional Airspaceblock Central Europe). Gemeinsam mit Tschechien, Ungarn, der Slowakei, Slowenien, Kroatien und Bosnien-Herzegovina soll dieser Block als einer der ersten in Europa etabliert werden.
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SESAR - Single European Sky ATM Research
Das Projekt SESAR wurde von der Europäischen Kommission als "operationeller" Teil von SES ins Leben gerufen, um den zukünftigen Anforderungen in der Luftfahrtindustrie bis 2020 gerecht zu werden. Die intensive Luftverkehrsentwicklung in Europa kann nicht abgewickelt werden ohne einer gemeinsamen Vorgehensweise betreffend ATM Technologien und operationellen Betrieb. Zum ersten Mal in der europäischen Geschichte sind die wichtigsten Vertreter der Europäischen Luftfahrt (darunter auch Austro Control) zusammengekommen, um gemeinsam im Rahmen des Projektes SESAR die zukünftigen Themen und Vorhaben umzusetzen.
Nur durch eine kollektive Verbindung der Luftfahrtindustrie können die umfassenden Ziele erreicht werden. Die ambitionierten Ziele für 2020 sind ein Abwicklung der 3 fachen ATM Kapazität von Heute gerechnet, bei einer Reduktion der Unit Kosten um 50%. Die Sicherheit soll erhöht werden bei einer gleichzeitigen Verringerung der Umweltbeeinträchtigung um 10%.
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NORACON (NORth European and Austrian CONsortium)
Für die Umsetzung der Vorhaben und Aufgaben im Rahmen von SESAR wurde das „SESAR Joint Undertaking“ gegründet. Austro Control ist im Rahmen des Konsortiums NORACON Partner im SESAR JU und damit direkt an der Umstzung von SESAR beteiligt.
NORACON (NORth European and Austrian CONsortium) besteht aus acht Air Navigation Service Provider: Austro Control (Österreich), AVINOR (Norwegen), EANS (Estland), Finavia (Finland), IAA (Irland), ISAVIA (Island), LFV (Schweden) und Naviair (Dänemark).
Ziel von NORACON ist es, im Rahmen des SESAR Joint Undertaking, mit den acht Partnern direkten Einfluss auf die Gestaltung des europäischen ATM Systems der Zukunft zu nehmen.
NORACON wickelt rund 13% aller Instrumentenflüge in Europa ab und der geografische Wirkungsbereich reicht bis hinauf in die Arktis.
Im Rahmen des SESAR JU wird NORACON das Arbeitspaket 8 „Informationsmanagement“ betreuen und dort einen wesentlichen Beitrag im technischen und im operativen Bereich leisten, wo, sowohl aus der europäischen als auch der regionalen Perspektive, die Kompetenzen der acht Partner am Besten zum Tragen kommen.
Durch die verschiedenen Luftraumarten (Land und Meer) und Flughäfen mit komplexen Verkehrsszenarien (geringes Verkehrsaufkommen bis hin zur Kapzitätsgrenze) sind die NORACON Provider in einer guten Lage, durch Live Trials entsprechende Validierungen durchzuführen.
