Sicherheit liegt in der Luft

Die Arbeit von Fluglotsinnen und Fluglotsen besteht in der Führung des Flugverkehrs mit Hilfe eines Radarbildes und durch den Funkkontakt mit den Piloten.
 

Sie geben Flugroute und Flughöhe vor, erteilen die Starterlaubnis und geben die Freigabe zur Landung. Sie sind damit - neben dem Piloten selbst - der wichtigste aktive Sicherheitsfaktor in der Luftfahrt.


3 Bereiche der Flugsicherung

Flugsicherung in Österreich funktioniert durch die Aufteilung in Zuständigkeitsbereiche. Jedes Flugzeug passiert während des Fluges alle drei Bereiche:
 
:

Von hier erhält die Mannschaft im Cockpit - abhängig vom Verkehrsaufkommen - von den Fluglotsen die Erlaubnis, die Triebwerke zu starten, zur Piste zu rollen, die Startgenehmigung und die Anweisung, wie nach dem Start zu fliegen ist.

Der Tower (TWR) leitet die rollenden, landenden und startenden Flugzeuge am Flugplatz, aber auch den Flugverkehr in der unmittelbaren Umgebung des Flughafens.


 

:

Der Fluglotse von der Bodenkontrolle (Ground) gibt die Erlaubnis, die Treibwerke zu starten.

Pilot: Ground, Germanwings 2753, request start-up
Tower: Germanwings 2753, start-up is approved
Pilot: Start-up approved, Germanwings 2753


 

:

Der Fluglotse gibt die Anweisung, wie zur Piste gerollt werden muss .


 

:
Der Fluglotse gibt die Startfreigabe: „Cleared for Take-Off“

 

In 109 Meter Höhe sorgen die Fluglotsinnen und Fluglotsen am Tower Wien für eine sichere Abwicklung des Flugverkehrs sowohl am Boden als auch in der Luft. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen
:

Einmal in der Luft und weg vom Flughafen, führen die Fluglotsinnnen und Fluglotsen der Anflugkontrollstellen (Approach APP) die Piloten zu den Luftstraßen, oder umgekehrt, wenn sie sich einem Flughafen nähern, von den Flugstraßen zu einem Instrumentenlandesystems eines Flughafens. Dabei kreuzen sich die Flugwege natürlich sehr oft. Die Anflugkontrollstelle sorgt hier für die Sicherheit der an- und abfliegenden Flugzeuge im Nahbereich (ca. 50 km Umkreis) der sechs österreichischen Flughäfen.


 

Wichtigstes Hilfsmittel für den/die Fluglotsen/in ist der Radarschirm. Er zeigt eine Vielzahl von Flugzeugen, zum Teil auf annähernd gleichem Kurs, zum Teil auf einander kreuzend oder gegenläufigen Kursen; einige im Steig- andere im Sinkflug.

 

Neben dem Radarschirm stehen dem/der Fluglotsen/in eine Vielzahl von Zusatzinformationen zur Verfügung. Das ADD (Aerodrome Data Display) liefert Informationen zu den aktiven Pisten und Windverhältnissen.

 

Mittels Touchpanel kann jederzeit Kontakt zu angrenzenden Sektoren aufgenommen werden

 

Ebenfalls im Tower Wien befindet sich die An- und Abflugkontrolle. Die Maschinen werden nach dem Abheben hier übernommen und sicher in den oberen Luftraum auf die Luftstraßen geführt
:

Der österreichische Luftraum besteht aus einer Vielzahl an frei wählbaren Flugrouten. Die Fluglotsen/innen in der Bezirkskontrollstelle führen den gesamten Flugverkehr über Österreich und sorgen dafür, dass alle "Kreuzungen in der Luft" sicher beflogen werden können. Und, dass alle Flugzeuge, egal wie hoch oder schnell, auf dem kürzest möglichen Weg dorthin kommen, wohin sie gerne möchten und wieder Freigabe zum Landen erhalten.

Das Area Control Centre befindet sich im 3. Wiener Bezirk. Von hier aus wird der gesamte Überflugsverkehr kontrolliert. Keine leichte Aufgabe bei bis 4.000 Flugbewegungen pro Tag im österreichischen Luftraum.