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Auswirkungen von Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung SARS-CoV-2/COVID-19 auf die Beförderung gefährlicher Güter (Februar 2021)

Die Austro Control (Luftfahrtagentur Flugbetrieb/OPS) weist auf den durch das BMK ergangenen neuen Erlass: „SARS-CoV-2/COVID-19; Auswirkungen von Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung auf die Beförderung gefährlicher Güter – GZ:2021-0.074.475 vom 02.02.2021“ hin.
 
Auszug aus dem Erlass, den Gefahrguttransport/Luft betreffend:
 
Die Gültigkeit von Schulungen für die Beförderung gefährlicher Güter in der Zivilluftfahrt gemäß § 33 GGBG iVm 1;4 ICAO-TI, die nominell zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. März 2021 endet, bleibt bis zu letzterem Zeitpunkt aufrecht und kann während dieses Zeitraums nach den üblichen Auffrischungsmodalitäten um 24 Monate (ausgehend vom ursprünglichen Ablaufdatum) verlängert werden.
 
Diese Regelung gilt nicht für Schulungen, die Unternehmen vorschriftskonform und
erforderlichenfalls behördlich anerkannt für ihr Personal etabliert haben, die von den
Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung nicht beeinträchtigt werden (wie bestimmte Arten von Fernlehrgängen).
 
Den vollständigen Erlass finden Sie hier: 

BMK-Erlass COVID-19

Auswirkungen von Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung SARS-CoV-2/COVID-19 auf die Beförderung gefährlicher Güter (04.12.2020)

Die aktuellen Beschränkungen des öffentlichen Lebens zur Pandemiebekämpfung werfen bei der Beförderung gefährlicher Güter eine Reihe von Problemen für die Betroffenen auf.

Im Bereich Gefahrguttransport/Luft betrifft dies Gefahrgutschulungen, deren Gültigkeit endet und wegen Restriktionen nicht verlängert werden kann.


Die Austro Control/Gefahrgutaufsicht weist daher auf den durch das BMK ergangenen Erlass
„SARS-CoV-2/COVID-19; Auswirkungen von Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung auf die Beförderung gefährlicher Güter – GZ:2020-0.786.135“ hin, der dieser Herausforderung entgegenwirken soll.

Dies bedeutet für den Gefahrguttransport/Luft:
  1. Die Gültigkeit von Schulungen für die Beförderung gefährlicher Güter in der Zivilluftfahrt gemäß § 33 GGBG iVm 1;4 ICAO-TI, die nominell zwischen dem 1. März 2020 und dem 28.Februar 2021 endet, bleibt bis zu letzterem Zeitpunkt aufrecht und kann während dieses Zeitraums nach den üblichen Auffrischungsmodalitäten um 24 Monate (ausgehend vom ursprünglichen Ablaufdatum) verlängert werden.
  2. Diese Regelung gilt nicht für Schulungen, die Unternehmen vorschriftskonform und erforderlichenfalls behördlich anerkannt für ihr Personal etabliert haben, die von den Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung nicht beeinträchtigt werden (wie bestimmte Arten von Fernlehrgängen).

Der detaillierte Erlass zu diesem Schreiben wird ebenso auf der
Homepage der Austro Control GmbH/Luftfahrtbehörde/Gefahrguttransport veröffentlicht.
Den Erlass im Detail finden Sie hier:

BMK-Erlass COVID-19 Schulungen

Für die Austro Control GmbH/LFA
Mag. Michaela Böhm, Chefinspektor Dangerous Goods

Gefahrgutschulungen: Neue Präsenztrainingsvorgaben unter Berücksichtigung von COVID-19

Gefahrgutschulungen als Präsenztraining haben den einschlägigen COVID-19 Vorschriften des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz zu entsprechen.

Die allgemeinen Richtlinien gelten für das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, wenn man sich nicht am Arbeitsplatz befindet, das Desinfizieren der Hände und die Einhaltung des Mindestabstandes zu anderen Personen.

Beförderung von Händedesinfektionsmitteln auf Alkoholbasis im Passagier- und Besatzungsgepäck

In Abschnitt 2.3.5.1 der IATA-Gefahrgutverordnung (IATA DGR) sowie in Tabelle 8-1 der technischen Anweisungen der ICAO zum sicheren Transport von gefährlichen Gütern im Luftverkehr (ICAO TIs) sind die Freigrenzen festgelegt, die Passagiere und Besatzungsmitglieder in ihrem aufgegebenen Gepäck oder Handgepäck für Arzneimittel oder Toilettenartikel haben dürfen, einschließlich alkoholhaltiger Artikel wie folgt:

2.3.5.1 IATA DGR (ebenso ICAO TIs Table 8-1; Eintrag 17):
Medizinische oder kosmetische Artikel und Druckgaspackungen (Aerosole) der Unerklasse 2.2

Nicht radioaktive medizinische oder kosmetische Artikel (einschließlich Druckgaspackungen [Aerosole]). Der Begriff „medizinische und kosmetische Artikel“ umfasst unter anderem Haarsprays, Parfums, Kölnischwasser und alkoholhaltige Arzneimittel. Druckgaspackungen (Aerosole) der Unterklasse 2.2 ohne Nebengefahr für den Sport- oder Heimgebrauch.

Hinweis:
Die gesamte Nettomenge aller solcher Artikel, die von einem Passagier oder Besatzungsmitglied gemäß den Bestimmungen von 2.3.5.1 IATA DGR mitgeführt werden, darf höchstens 2 kg oder 2 l betragen, wobei die Nettomenge jedes einzelnen Artikels darf 0,5 kg oder 0,5 l nicht überschreiten darf.
Die Ventile von Druckgaspackungen müssen durch Schutzkappen oder andere geeignete Mittel geschützt sein, um eine unbeabsichtigte Freisetzung des Inhalts zu verhindern.

Händedesinfektionsmittel auf Alkoholbasis sind sohin gemäß den Bestimmungen von 2.3.5.1 IATA DGR zulässig. Es ist jedoch zu beachten, dass bei Passagieren oder Besatzungsmitgliedern, die Händedesinfektionsmittel in ihrem Handgepäck mitführen, der Grenzwert von 100 ml oder einem Äquivalent pro Artikel für Flüssigkeiten und Gele festgelegt ist, entsprechend den gültigen Security-Bestimmungen.

Zur Beförderung von Gefahrgütern, die der Handdesinfektion dienen, sowie von kontaminierten Blutproben siehe BTH A-011

Gefahrgutschulungen nach „competency based training and assessment (CBTA)“

Anträge zur Genehmigung von Gefahrgutschulungen einem befähigungsorientierten Training nach CBTA entsprechend werden seit Jänner 2020 von der Austro Control, Abteilung Gefahrgut, bearbeitet und für den Probebetrieb zugelassen.

29.05.2020

Gefahrgutschulungen nach „competency based training and assessment (CBTA)“

Anträge zur Genehmigung von Gefahrgutschulungen einem befähigungsorientierten Training nach CBTA entsprechend werden seit Jänner 2020 von der Austro Control, Abteilung Gefahrgut, bearbeitet und für den Probebetrieb zugelassen.

01.03.2016

Änderungen beim Transport von Lithium Ionen Batterien UN3480, VA 965 gültig ab 01.04.2016

 Ab 01.04.2016 ist der Transport von Lithium Ionen Batterien als Fracht auf Passagierflugzeugen verboten. Die Sondervorschrift SP 201 gilt auch für Lithium Ionen Batterien.
Weiters gilt für Lithium Ionen Batterien, UN3480, VA 965, Teil  IA und IB, dass die zum Transport angebotenen Lithium Ionen Zellen bzw. Batterien einen Ladezustand von maximal 30% der Nennenergie haben dürfen, andernfalls der Herkunftsstaat und Staat des Luftfahrtunternehmens eine Beförderungsgenehmigung ausstellen müssen, entsprechend der von diesen Behörden publizierten Bedingungen. Der Transport von UN3480, VA 965, Teil IA und Teil IB ist als Fracht im Passagierflugzeug  verboten. Alle Packstücke müssen neben den anderen relevanten Kennzeichen und Markierungen vor allem das „Cargo Aircraft Only“ (Nur mit Frachtflugzeug) Kennzeichen angebracht haben.
Für UN3480, VA 965, Teil II gilt der gleiche Ladezustand von maximal 30% der Nennenergie. Der Transport als Fracht auf Passagierflugzeugen ist ebenfalls verboten.  Das „Cargo Aircraft Only“ Kennzeichen muss daher ebenso neben den übrigen relevanten Kennzeichen und Markierungen angebracht sein.
Ein Absender/Versender darf außerdem nicht mehr als 1 Packstück mit UN3480, Teil II, in einer Sendung zum Transport aufgeben. Nicht mehr als ein Packstück, UN3480, Teil II, darf in eine Umverpackung verpackt werden. Auch hier ist neben dem Lithium Batterie Abfertigungskennzeichen das „Cargo Aircraft Only“ Kennzeichen entsprechend den Vorschriften zu beachten und zu platzieren.
Diese Regelungen gelten ebenfalls für Lithium Metall Batterien, UN3090, VA 968, Teil II.
Packstücke, die entsprechend den Vorschriften aus den VA 965 sowie 968 als Teil II zum Transport angeboten werden, müssen den Luftfahrtunternehmen separat von anderer Fracht zum Transport angeboten werden und dürfen davor auch nicht in Ladeeinheiten (ULDs) geladen werden.

25.06.2014

Ab 2015 sind Lithium-Metall Batterien (UN3090) als Cargo/Fracht in Passagierflugzeugen verboten

 

Sondergenehmigung nach SP A201

 


 

1. Aktuelle Themen

 

Die anwendbaren Verpackungsanweisungen für Lithium-Ionen bzw Lithium-Metall Batterien wurden überarbeitet, um die Menge an Lithium-Batterien, die nach Teil II in ein Versandstück eingesetzt werden kann, zu begrenzen.
Ein neuer Teil IB wurde bei diesen Verpackungsanweisungen hinzugefügt, der kleine Lithium-Batterien, die die allgemeinen Anforderungen von Teil II erfüllen, weiter in Verpackungen ohne UN Spezifikation, bis zum Gesamtgewicht einer Verpackung von 10 kg, zu versenden zulässt.
Sendungen, die nach IB zum Versand vorbereitet werden, unterliegen allen anwendbaren Anforderungen dieser Vorschriften, einschließlich der für Gefahrgutschulung.
Teil IB Sendungen benötigen keine Versendererklärung, aber verkürzte Dokumente oder Informationen im Luftfrachtbrief, wie in den Verpackungsanweisungen angegeben.
Aus Teil I dieser Verpackungsanweisungen wurde Teil IA. Die Grenzen pro Verpackung in Teil IA wurden einerseits überarbeitet und andererseits zu Nettomengen pro Versandstück.

Die auf Lithium Ionen Batterien und Lithium-Metall Batterien, verpackt mit Ausrüstung, anwendbaren Verpackungsvorschriften wurden hinsichtlich der Mengengrenze für die Nettomenge für Lithium-Batterien, die nach Teil I und Teil II in ein Versandstück eingesetzt werden können, geändert.
Die Mengengrenze beträgt für Teil I auf einem  Passagierflugzeug 5 kg Netto / pro Versandstück bzw. 35 kg Netto / Versandstück auf einem Frachtflugzeug.

Für Teil II beträgt die Nettomenge 5 kg / pro Versandstück im  Passagier- und Frachtflugzeug.

Die auf Lithium Ionen Batterien und Lithium-Metall Batterien in Ausrüstung, anwendbaren Verpackungsvorschriften wurden hinsichtlich der Mengengrenze für die Nettomenge für Lithium-Batterien, die nach Teil I und Teil II in ein Versandstück eingesetzt werden können, geändert.
Die Mengengrenze beträgt für Teil I auf einem  Passagierflugzeug 5 kg Netto / pro Versandstück bzw. 35 kg Netto / Versandstück auf einem Frachtflugzeug.

Für Teil II beträgt die Nettomenge 5 kg / pro Versandstück im Passagier- und Frachtflugzeug.

  


 

NOTOC

Das gleiche NOTOC, das der Pilot so früh als möglich vor dem Abflug erhalten soll, muss auch an die OPS-Kontrolle übermittelt werden (Verpflichtend ab 01. Jänner 2014).

Eine Aufstellung über Gefahrgüter, welche nicht in das NOTOC eingetragen werden müssen, wurde erstellt (Tabelle 7-9, ICAO TI).
Wenn die zuständige Luftfahrtbehörde es genehmigt, kann das NOTOC für Helikopter in abgekürzter Form und auf andere Weise übermittelt werden (z.B. über Funk, mittels Flugplan oder Tagesprotokoll etc.).


Sicherheitshinweis für Gefahrguttransport

Aus gegebenem Anlass weist die Austro Control GmbH darauf hin, dass Lithium Ionen Batterien in Ausrüstung, eingestuft als UN3481, Gefahrgutklasse 9, die als Antriebssätze beispielsweise für Elektrofahrräder verwendet werden, für den Gefahrguttransport im Luftverkehr verboten sind, wenn der Antriebssatz so konstruiert ist, dass er als im Betrieb befindlich beurteilt werden muss. Mehr >>>

 



2. ICAO Amendments

 



3. Newsletter

Wenn Sie unseren Gefahrgut-Newsletter erhalten möchten, dann kontaktieren Sie uns bitte unter:



4. Wichtige Websites

Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK)
www.bmk.gv.at

International Civil Aviation Organisation
www.icao.int

International Air Transport Association
www.iata.org



5. Veranstaltungen